PSYCHOLOGIE

Brandopfer hat dank eines Fremden aus einem anderen Land ein neues Gesicht und Leben bekommen

Date July 22, 2019 12:20

Nichts ist schwerer für die Eltern als das Unglück ihres Kindes. Noch schlimmer wird es, wenn sie nicht viel tun können, um zu helfen. In ernsten Situationen sind Geld und Verbindungen unverzichtbar, während einfache Familien mit niedrigem Einkommen oftmals beides nicht haben.

2006 war das irakische Mädchen Teeba

erst 4 Jahre alt, als ihr Schicksal auf den Kopf gestellt wurde. Sogar noch in diesem zarten Alter wurde sie Opfer eines Feuers, das ihren älteren Bruder tötete. Eines Tages stieg Teebas Vater mit den Kindern in ein Taxi. Das Land befand sich im Krieg und ihr Auto schlug mit einem improvisierten Sprengsatz ein, was zu einem Brand führte. Teeba und der Fahrer überlebten, doch sie bekam schwere Verbrennungen und verlor für immer ihre Haare.

Teebas Familie lebte in einem Dorf und wegen provinzieller Sichtweisen waren Leute gegenüber Menschen mit solchen Verletzungen grausam. Während sich ihre Tochter erholte, stellte sich die Mutter allmählich der Tatsache, dass Teeba dazu verdammt war, ein Leben als Ausgestoßene zu führen. Die Leute würden dem Mädchen aus dem Weg gehen, und sie hätte praktisch keine Chance, einen anständigen Job oder einen Ehemann zu finden. Als Teeba ein bisschen älter wurde, wandte sich ihr Vater an irakische Journalisten, die ihre Geschichte veröffentlichten und um Hilfe baten.

Der Bericht sorgte auch über die Landesgrenzen hinweg für Furore. Dann erregte der durchdringende und neugierige Blick des verletzten Mädchens auf dem Foto die Aufmerksamkeit einer Amerikanerin, Barbara Marlow. Sie und ihr Mann führten ein ruhiges und glückliches Leben, konnten aber keine Kinder bekommen. Barbara und Tim beschlossen, Teeba um jeden Preis zu helfen.

Alles begann mit Konsultationen mit Chirurgen und der Botschaft. Die Mutter von Teeba traf die kritische Entscheidung, ihre Tochter zu Leuten zu schicken, die sie nicht kannte. Die verzweifelte Frau wusste, dass dies Teebas einzige Chance war, eine gute Behandlung und vielleicht ein neues Gesicht zu bekommen. 2007 ging das tapfere Mädchen in die USA, wo es vom ersten Treffen an mit Menschen, die später ihre Familie werden sollten, von Liebe und Fürsorge umgeben war. Teeba hatte 19 Operationen und Barbara wurde schließlich ihre zweite Mutter.

2019

bereitete sich das Mädchen bereits auf das College vor. Nach langer Trennung traf sie erst 2015 ihre leibliche Mutter wieder, obwohl beide Familien die ganze Zeit über in enger Verbindung standen.

Teeba merkte an, dass sie ihre Mütter nicht als real oder adoptiv ansieht. Es gibt zwei Frauen in ihrem Leben, und beide sind ihre Mütter, gleichermaßen geliebt.

Es ist nicht leicht, jenes Kind mit verzweifeltem Blick in diesem schönen Mädchen zu erkennen, oder? Natürlich hat sie immer noch Narben auf ihrem hübschen Gesicht, aber sie wäre nicht so hübsch gewesen, hätte Barbara ihr Foto nicht gesehen und beschlossen, Fremden zu helfen, die sie noch nie gesehen hatte.

Teeba und ihre amerikanische Mutter schrieben ein Buch über die Geschichte mit dem Titel A Brave Face. Es ist nicht nur ein Tagebuch und eine Reihe inspirierender Worte, sondern ein Beispiel aus dem wirklichen Leben dafür, dass Güte keine Grenzen kennt. Das Buch enthält Inhalte, die von Teeba, ihrer leiblichen Mutter und Barbara verfasst wurden.

Die Marlowes und Teebas Familie haben sehr unterschiedliche kulturelle und soziale Hintergründe. Dies hinderte jedoch auch Wildfremde nicht daran, sich zusammenzuschließen, um einem Kind zu helfen. Es ist schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die ihr ganzes Leben um eines Fremden willen verändern können. Solche Geschichten verdienen es, gehört zu werden, nicht wahr?