Wie eine Teenagerin erst einen Flugzeugabsturz- und dann zehn Tage alleine im Wald überlebte

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February 28, 2019 13:57 By Fabiosa

Das Jahr 1971 wird Juliane Koepcke wohl nie vergessen. Die 17-Jährige überflog gerade den peruanischen Regenwald, als das Flugzeug vom Blitz getroffen wurde.

Sie fiel aus drei Kilometern Höhe und landete mitten im Dschungel – wo sie die nächsten zehn Tage verblieb. Es ist schon ein kleines Wunder, dass sie den Crash und den Sturz überlebte. Aber obendrein kämpfte sie sich mühsam über zehn Tage aus dem dichten Wald.

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Nach 40 Jahren redet sie von ihrer Tortur beim BBC:

Der Absturz ereignete sich am Heiligabend 1971. Sie war mit ihrer Mutter unterwegs. Plötzlich tauchte das Flugzeug in eine schwarze, dichte Wolke ein und es traten heftige Turbulenzen auf, die das Flugzeug förmlich durchschüttelten.

Dann blitzte es plötzlich von allen Seiten, und die Passagiere bekamen es mit der Angst zu tun.

Nach ungefähr zehn Minuten leuchtete das linke, äußere Triebwerk ganz hell. Meine Mutter sagte ganz ruhig zu mir: „Das wars. Das ist das Ende.“ Das waren die letzten Worte, die ich von ihr hörte.

Das Flugzeug sackte mit der Nase voran ab, und man hörte die panischen Schreie der Passagiere. Julaine erinnert sich nur noch wie sie, immer noch an den Sitz geschnallt, in die Tiefe fiel. Und dann schlug sie in dem Dschungel auf und ihr wurde schnell klar, dass sie die Einzige weit und breit war.

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Durch den Fall war ihr Schlüsselbein gebrochen und sie hatte einige Schnittwunden. Ansonsten hatte sie aber keine ernsthaften Verletzungen. Jeder andere wäre mitten im Dschungel wohl völlig aufgeschmissen gewesen, aber Juliane hatte einen Vorteil:

Sie verbrachte auf einer Forschungsreise schon einmal eineinhalb Jahre mit ihren Eltern im Regenwald. Das nahm ihr viel Angst vor der wilden Umgebung. Wie sie sagt, fand sie einen Bach und wanderte dann in dessen Wasser immer weiter, da sie wusste, dass es sicherer war.

Außerdem fand sie bei dem Flugzeugwrack ein paar Süßigkeiten, die sie verzehrte. Dann vergingen die Tage und der Hunger setzte ein, aber es gab nichts mehr zu essen.

Am zehnten Tag konnte sie kaum noch aufrecht stehen, und die Einsamkeit machte ihr schwer zu schaffen. Aber die Helfer waren nicht mehr weit.

Ich dachte, es wäre eine Halluzination, als ich das riesige Boot sah. Ich ging hin und berührte es und wusste: Es war echt. Das war wie Adrenalin pur!

Schlussendlich wurde sie gerettet und sah schon am nächsten Tag ihren Vater wieder.

Er konnte kaum sprechen und wir hielten einfach nur einander fest.

Wie Juliane weiter berichtete, hatte ihre Mutter den Crash auch zunächst überlebt, starb dann aber an ihren schweren Verletzungen ein paar Tage später.

Julianes Leidenstour kommt einem Wunder sehr nahe. Dass Sie trotz der Umstände und der Verletzungen so lange überlebte, verdient unsere Bewunderung. Vor ihrem Mut und ihrem Durchhaltewillen kann man nur den Hut ziehen!

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