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King der Freaks: wie Francesco Lentini, ein dreibeiniger Freak, zur weltweiten Legende wurde

March 4, 2019 16:14

Ab einem bestimmten Zeitpunkt im 19. Jahrhundert gab es in der Geschichte des Zirkus Gruppen, die aus „Freaks“ bestanden und außergewöhnlich populär waren. Zwerge und Riesen, Frauen mit Bart, siamesische Zwillinge und unglaublich flexible Akrobaten – alle diese Leute zogen die Aufmerksamkeit des Publikums auf eine Performance, die unter der breiten Kuppel reisender Zirkusse stattfand

All diese Skurrilitäten sind uns vielleicht aus dem biographischen Film The Greatest Showman bekannt, der uns das Leben des amerikanischen Unternehmers Phineas Taylor Barnum vermittelt. Ein Mitglied seines Zirkus ist der Held unserer heutigen Geschichte.

Viele dieser Charaktere mögen für Menschen des 21. Jahrhunderts wider die Natur aussehen. Jedoch existierte mindestens einer dieser “Freaks” und führe ein ganz normales Leben. Das ist Francesco Letini – der Mann mit drei Beinen.

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Der Junge war das 12. Kind der Familie und wurde 1889 zusammen mit einem unterentwickelten parasitären Bruder geboren, von dem er das dritte Bein, einen zweiten Satz Genitalien und 16 Zehen erhielt. Ärzte weigerten sich zu operieren, weil das Risiko groß war, dass die Wirbelsäule beschädigt wird.

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Deswegen verließen seine Eltern den kleinen „Freak“, der sich nicht mal eine Chance auf eine Operation erhoffen konnte. Francesco lebte kurz darauf zusammen mit seiner Tante, aber auch sie konnte es nicht ausstehen: sie gab den jungen ins Waisenhaus. Zuerst hasste er sein Erscheinungsbild. Die zusätzlichen Glieder nervten ihn, er selbst hielt sich für einen Freak.

Nach einer Weile fing er jedoch an, auf andere Gleichaltrige im Waisenhaus aufmerksam zu werden. Vielen von ihnen fehlten verschiedene Körperteile. Francesco akzeptierte schließlich sich selbst, so wie er war. Im Alter von 8 zog der Junge zusammen mit anderen Mitstreitern in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Francesco gewöhnte sich schnell an Amerika und endete schließlich in einem Zirkus. Seine Popularität begann rasant in die Höhe zu schnellen. Dem Publikum war der Lieblingsteil seiner Präsentation der, in dem Letini auf zwei Beinen ging und auf dem dritten einen Ball jonglierte.

Am Anfang seiner Karriere war er vor allem wegen seiner Hässlichkeit beliebt, später fanden viele heraus, dass er auch ein vorzüglicher Gesprächspartner mit einem beeindruckenden Sinn für Humor ist. Es waren genau diese 3 Eigenschaften, die seine Frau, Teresa Murray, ansprechend fand; seine Andersheit interessierte sie nicht. Das Paar hatte vier gesunde Kinder.

Lentini war bis zu seinem letzten Lebensjahr im Zirkus aktiv gewesen. Kollegen nannten ihn “The King”. Er wurde Teil der Zirkusgeschichte als großartiger Akteur, anständiger Mensch und wertvolles Mitglied der Gesellschaft.

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