PSYCHOLOGIE

Krallte sich einen verheirateten Mann, überwand die Armut und schloss sich 25 Jahre lang in einem Hotelzimmer ein: Die Geschichte von Ida Wood

February 19, 2019 18:13

Nicht jeder weiß, wie man Geld kompetent verwaltet. Es betrifft hauptsächlich die Menschen, die unerwartet große Beträge durch Erbschaft oder einen Lotteriegewinn erhalten.

So war es bei Hetty Green, die einst als reichste Frau der Welt anerkannt wurde. Sie hätte in vollen Zügen leben können, ohne irgendetwas zu benötigen, und sogar für ihre Kinder und Enkelkinder wäre für immer gesorgt. Sie beschloss jedoch zu sparen und in den meisten Fällen erreichte ihre Sparsamkeit den Punkt der Absurdität.

Hetty Green war fast seit der Kindheit an in der Welt des Geldes unterwegs, was man über unsere heutige Heldin, Ida Wood, nicht sagen kann.

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Ihre Geschichte begann im Jahr 1857, als das neunzehnjährige Mädchen nach New York zog. Sie bemerkte sofort den 37-jährigen Benjamin Wood, einen verheirateten Mann und damals bekannten Zeitungsredakteur. Ida schrieb ihm einen Brief und wurde sehr bald seine Geliebte.

Ida hatte eine Tochter, Emma, ​​aus der Beziehung mit einem Besitzer einer Zuckerrohrplantage in Louisiana. Bald starb Benjamins Frau und er heiratete Ida.

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Benjamin war eine prominente Persönlichkeit in New York. Er war Mitglied des Kongresses und des Senats und half Ida, schnell in die High Society aufzusteigen. Außerdem war Benjamin ein begeisterter Glücksspieler und hatte oft Glück. Er teilte all seine Gewinne mit seiner neuen Frau.

Als Benjamin 1900 starb, erbte Ida sein gesamtes Vermögen. Eine Zeit lang verwaltete sie die Angelegenheiten ihres Mannes und vervielfachte den Reichtum, aber im Jahr 1907 nahm sie das gesamte Geld, mietete eine Suite mit zwei Zimmern im Herald Square Hotel und zog mit ihrer Schwester Mary und ihrer Tochter Emma zusammen. Die Frauen verbrachten Jahrzehnte freiwillig in einem Hotelkäfig. Sie verließen die Suite nie und erlaubten den Mitarbeitern kaum, die Räume zu betreten.

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1928 starb Emma im Alter von 72 Jahren. Drei Jahre später erkrankte Mary, und Ida hatte keine andere Wahl, als um Hilfe zu bitten. Erst dann erfuhren die Menschen, wie verzweifelt Ida lebte und wie reich sie war. In ihrem Zimmer wurden Geldbündel und andere Wertgegenstände gefunden. Ein Jahr später, 1932, starb auch Ida. Sie war 93 Jahre alt.

Nach Idas Tod erschienen ihre zahlreichen „Verwandten“, die ein Stück von der Erbschaft abhaben wollten. Außerdem stellte sich heraus, dass ihr richtiger Name Ellen Walsh war und sie die Tochter eines armen irischen Einwanderers war sowie, dass ihre Tochter Emma eigentlich ihre Schwester war.

Trotz der vielen Möglichkeiten, beschloss Ida, sich in einem Hotelzimmer zurückzuziehen. Kann sie jemand verurteilen, wenn sie es so wollte und sich dabei wohlfühlte?

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