FAMILIE UND KINDER

Wie bereits eine Stunde in den sozialen Netzwerken Ihr Kind beeinflusst

March 4, 2019 16:11

Soziale Netzwerke hatten ursprünglich den Zweck, alte Freunde wieder zu finden und mit dem Bekanntenkreis in Kontakt zu bleiben, um Erinnerungen auszutauschen. Heutzutage ist daraus ein Mittel zur Selbstdarstellung und Selbstbehauptung geworden.

NicoElNino / Shutterstock.com

Wie soziale Netzwerke unseren Kindern die Unbeschwertheit nehmen

Die Kids opfern viel Zeit, um ihr Profil in den sozialen Netzwerken zu optimieren und knipsen haufenweise Fotos von sich, die dann auf Instagram oder Facebook auftauchen. Man könnte sich fragen, ob bei unseren 10-15-jährigen Kindern dabei nicht die unbeschwerte, glückliche Kindheit auf der Strecke bleibt.

Weiterlesen: Sasha und Masya Shpak sind eine der berühmtesten Instagram-Freaks. Fans lieben sie!

Dmytro Zinkevych / Shutterstock.com

In der Tat machen sich viele Eltern, Lehrer und Psychologen Sorgen über den Einfluss der sozialen Medien auf die emotionale, körperliche und mentale Gesundheit unserer Kinder. Umfragen zufolge klicken 22% aller Teenager mindestens zehn Mal am Tag ihre Lieblingsseiten in den Netzwerken an, und mehr als die Hälfte tauchen mehr als einmal am Tag in die Welt der sozialen Medien ein. Und ebenfalls die Hälfte der Jugendlichen verschicken Textnachrichten mit ihren Handys.

BEAUTY STUDIO / Shutterstock.com

Somit finden ein Großteil der sozialen und emotionalen Entwicklung dieser Generation im Internet und in den Smartphones statt.

Weiterlesen: Wissenschaftlern zufolge schaden Eltern, die eine Smartphone-Sucht haben, der Entwicklung ihrer Kinder

Was sagt die Forschung dazu?

Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder, die sich eine Stunde oder länger am Tag in den sozialen Netzwerken aufhalten, 14% weniger fröhlich und ausgelassen sind als Kinder, die das nicht tun. Sie leiden unter dem sogenannten Cyber Mobbing (Demütigungen durch die anderen Anwender) und dem ewigen Druck, so perfekt wie ein Model aussehen zu müssen. Und alle Aktivitäten im echten Leben leiden erheblich.

Vasin Lee / Shutterstock.com

Bei Mädchen sind diese Effekte ausgeprägter als bei Jungen. Kurz gesagt: Je mehr und häufiger sie durch die sozialen Medien surfen, desto weniger akzeptieren sie ihr eigenes Aussehen und bekommen Schwierigkeiten in der Schule.

Sollte man also den Kindern soziale Netzwerke zugänglich machen?

Bedenkt man alle diese negativen Auswirkungen auf die Kinderpsyche, so muss man sich fragen, wie man den Zugang zu diesen Medien sicherer gestalten kann. Sind Verbote vielleicht das Richtige? Psychologen und Kinderärzte raten:

  • Kontrollieren Sie, wie viel Zeit die Kinder mit ihren Geräten verbringen;
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, was man wo und warum posten kann;
  • Erklären Sie Ihren Kindern, wie man gefahrlos kommuniziert, vor allem mit Fremden;
  • Stellen Sie sicher, dass das Kind mit Fragen und Problemen zu Ihnen kommt.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Wie häufig halten Sie sich in den sozialen Medien auf? Wie wirkt sich das auf Sie aus? Schreiben Sie uns Ihre Kommentare.

Weiterlesen: So viel verdient David Beckham, wenn er einen gesponserten Post in den sozialen Medien hochlädt


Dieser Artikel dient nur zur Information und kann nicht professionellen Rat ersetzen.